Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Georg Henssler wurde geboren am 17.September 1902 in Stuttgart. Er lebte mit seinen Eltern in der Rotenbergstraße 60. Von Beruf war er Bankkaufmann. Georg Henssler war nicht verheiratet. Im Alter von 22 Jahren kam er zum ersten Mal ins Bürgerhospital, dort wurde eine psychische Krankheit festgestellt. Bis 1934 folgten mehrere kürzere Aufenthalte sowohl im Bürgerhospital und in der Heilanstalt Christophsbad in Göppingen. Ab 1934 war er in Christophsbad untergebracht. Im Oktober 1940 wurde er in die Heilanstalt Winnental gebracht. Dort blieb er wenige Wochen. Am 29.11.1940 wurde er von Winnental nach Grafeneck deportiert und dort am gleichen Tag ermordet . 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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