Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Hedwig Weegmann war die Tochter des Cannstatter Gerichtsnotars Gustav Weegmann und seiner Frau Helene. Am 7. Juli 1895 in Cannstatt geboren, lebte sie bei ihren Eltern in der Paulinen-, heutigen Mergentheimer Straße 7. Erblich belastet und mit der Diagnose Schizophrenie versehen, wurde sie dreimal stationär behandelt und jeweils gebessert entlassen: 1927 fünf Wochen im Bürgerhospital, 1928/29 15 Monate in Winnental und 1930/31 erneut vier Monate in Winnental. Ihr letzter Aufenthalt dort endete mit ihrer „Verlegung“ und Vergasung in Grafeneck. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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