Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Heinrich Linnemann wurde als viertes von fünf Kindern des Ehepaares Franz Linnemann und Sophie Linnemann geb. Godt am 15.08.1871 geboren. 1886, als Heinrich 15 Jahre alt war, zog die älteste Schwester nach Amsterdam. Die zweite Schwester wanderte 1888 nach Amerika aus. Als sein Vater mit etwa 62 Jahren starb, war Heinrich 24 Jahre alt, der älteste Bruder starb drei Jahre später mit nur 33 Jahren. Die Familie bestand also 1904, als der jüngste Bruder Hermann nach Dortmund zog, noch aus der Witwe und Heinrich Linnemann. Am 15. Januar 1916 wurde Heinrich mit 45 Jahren in die Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück aufgenommen. Am 22. April 1941 wurde er in das Zwischenlager Eichberg gebracht. Von dort wurde er nach Hadamar deportiert, wo er Anfang Juni ermordet wurde. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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