Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Idendität wieder geben.


Kirschstein, Helmut Otto Fritz, geboren 19.1.1899 in Koblenz, getötet 1941 Grafeneck oder Hadamar
(Eltern: Kirschstein, Friedrich Julius Paul, Dr. jur., Staatssekretär in Berlin (*15.10.1863 Barmen, +3.7.1930 Freiburg) verheiratet 1895 Bredt, Alice Martha (*29.8.1872 Bad Honnef +ca. 1958 Murrhard). Laut mündlicher Überlieferung wurde Helmut Kirschstein infolge einer Geschlechtskrankheit etwa 1936 in die Heil- und Pflegeanstalt Reichenau bei Konstanz verbracht und im Rahmen des NS-Euthanasieprogramms „T4“ zwischen 1940/41 in Grafeneck bei Münsi
ngen oder Hadamar bei Heidelberg getötet.

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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