Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Hugo Adler wurde am 4.12.1886 in Bremke, Landkreis Göttingen in einer jüdischen Familie geboren. Sein Leidensweg führte ab 1938 über das Konzentrationslager Sachsenhausen ins KZ Buchenwald. Er gehörte zu jener Gruppe jüdischer Buchenwald-Häftlinge, die in der so genannten Aktion „Sonderbehandlung 14 f 13“ von Buchenwald nach Bernburg gebracht wurden. Am 2.März 1942 wurde der 55-Jährige in der Tötungskammer der „Heil- und Pflegeanstalt“ Bernburg mit Gas ermordet.
Um den Mord zeitlich und geographisch zu vertuschen, ließ der SS-Lagerarzt des Konzentrationslagers Buchenwald dem Standesamt Weimar gefälschte Sterbedaten zukommen und so den Tod von Hugo Adler für den 13.März 1942 im Konzentrationslager Buchenwald beurkunden.
Ida Werthheim, die Schwester des Ermordeten, erhielt diese gefälschte Todesmeldung kurz vor ihrer eigenen Deportation. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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