Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Luise Martha Kassebaum ist nicht in Duderstadt geboren, lebte aber in der Stadt Duderstadt. Frau Kassebaum ist am 11. Januar 1902 in Kirchrode, Kreis Hannover geboren. Sie war zur Pflege im Heim für Epileptiker in Rotenburg/Hannover aufgenommen. Von dort wurde sie über Weilmünster nach Hadamar gebracht. Sie ist am 26. Mai 1944, vorgeblich an „Herzschwäche Status epilepticus“, gestorben. Die Verstorbene wurde auf dem Anstaltsfriedhof in Hadamar beigesetzt. Die Opfer der NS-Krankenmorde der 2. Phase (1942-1945), das zwar der Zeitraum nach der Vergasung und der Verbrennung wurden auf dem dafür eigens angelegten Anstaltsfriedhof in Massengräbern bestattet, die aber als Einzelgräber getarnt waren. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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