Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Idendität wieder geben.


Zu vielen Namen gibt es Krankenakten im Bundesarchiv in Berlin. Dort werden etwa 30 000 Patientenakten der ersten Phase der NS-"Euthanasie” Aktion "T4" archiviert, die 1990 im ehemaligen “NS-Archiv” des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR gefunden wurden. Ca. 40 000 weitere Akten von den insgesamt 70 000 Menschen die bis August 1941 der "Aktion T4" zum Opfer fielen, gelten als vernichtet. Die Patientenakten unterstehen besonderen Benutzungsbedingungen und können für wissenschaftliche Forschungsvorhaben sowie von den nächsten Angehörigen eingesehen werden.

Hinweise zur Benutzung personengebundener Unterlagen im Bundesarchiv

Personenbezogenes Archivgut /Genealogie

Personenrecherchen in den Beständen der NS-Zeit

Inventar der Quellen zur Geschichte der 'Euthanasie'-Verbrechen 1939-1945

Entdeckungsgeschichte:

Die fortdauernde Erschließung der „Stasiunterlagen" in der „Gauck-Behörde" bzw. „Birthler-Behörde" förderte immer wieder auch wichtige Erkenntnisse über das „Dritte Reich" zutage. Es konnten zwei Schlüsseldokumente (aus den Jahren 1960 und 1985) aufgefunden werden, die die Übernahme der sogenannten NS-„Euthanasie"-Akten durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) inden 1960er Jahren und deren Verwendung bis in die 1980er Jahre klären. Damit beantwortet sich endgültig die Frage nach dem Überlieferungsweg der Akten nach 1945 - eine Frage, der die Forschung über die NS-Zeit seit Jahren nachgegangen ist.
Bereits Mitte 1999 konnte der Weg nachgezeichnet werden, den die Krankenakten, die zu den etwa 70000 Opfern der NS-„Euthanasie"-Verbrechen der Jahre 1940 und 1941 (sogenannte „Aktion T4") gehörten, bis 1944/1945 genommen hatten.
Von Gasmordanstalten wie Hadamar, Bernburgoder Pirna-Sonnenstein gelangten die Akten über Zwischenstationen zur Auswertung ins oberösterreichische Schloß Hartheim, wo die Mehrzahl der Unterlagen von den Tätern Ende 1944 vernichtet wurde. Der andere Teil der Akten - wie wir heute wissen: die Unterlagen zu etwa 30.000 Opfern der Krankenmorde - tauchte 1990 in den Beständen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR wieder auf und wurde vom Bundesarchiv übernommen, wo die Archivalienheute am Archivstandort Berlin-Lichterfelde den vielbeachteten Bestand R 179 („Kanzlei des Führers, Hauptamt IIb") bilden.
 
 

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