Alois Bauer war der Sohn eines Zimmerers und selbst ohne Berufsausbildung und verdingte sich als Tagelöhner. Straffällig geworden wurde Alois Bauer am 16. Juni 1934 aus dem Zuchthaus Straubing in die Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Straubing verlegt. Ohne Familie und ohne festen Wohnsitz wurden die Kosten der Unterbringung vom Landesführsorgeverband Schwaben getragen. Am 20. November 1940 wurde Alois Bauer in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren verbracht. Als „Pflegefall“ und „nicht arbeitsfähig“ wurde Alois Bauer in die Nebenstelle Kloster Irsee weiterverlegt. Dort wurde von Dr. Lothar Gärtner am 3. Januar 1941 in der Krankenakte vermerkt: „wirrer Halluzinant“, „Schizophren“ und „voll von Wahnideen“. Schließlich wurde Alois Bauer am 4. Juni 1941 von Kloster Irsee in die Tötungsanstalt Hartheim verlegt und dort in der Gaskammer ermordet.

Quelle:

[1] Liste der Stolpersteine in Irsee [Stand 03.02.2019]