Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Anna wurde am 27. März 1908 in Haag am Hausruck geboren. 1929 heiratete sie. Ihr Mann, ein Kommunist, flüchtete nach dem Bürgerkrieg im Februar 1934 in die Sowjetunion und ließ Frau und Sohn in Hallein zurück. Anna Sagl lebte bei ihrer Tante am Robertplatz.

Aufgrund von epileptischen Anfällen, die sie seit ihrem 11. Lebensjahr immer wieder hatte, wurde sie Anfang 1935 amtsärztlich untersucht und erstmals in die Landesheilanstalt nach Salzburg eingewiesen. Nach zwei Monaten erfolgte die Transferierung in die „heimatliche“ Anstalt Linz-Niedernhart. Im Jänner 1939 Rücküberstellung nach „Lehen“. Am 16. April 1941 wurde Anna Sagl gemeinsam mit 67 weiteren Patientinnen der Frauenabteilung mit Bussen in die Tötungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz gebracht und dort vergast.

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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