Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Sie kommt am 7. Juli 1888 in Wels zur Welt. Ihr Geburtsname ist unbekannt.

Sie heiratete den aus dem Pinzgau stammenden Brauer Franz Untersalmberger. Der Ehe entsprangen 2 Mädchen, 1918 Anna Zita, 1919 Aloisia. Da  Franz Untersalmberger vermutlich Arbeit in der Kaltenhausener Brauerei fand, zog die Familie aus Grieskirchen nach Hallein. Anfang August 1931 mieteten sie in der Nähe  der Brauerei eine Wohnung in der Reichsstraße Nr. 3, heute Salzburger Straße Nr. 14, unmittelbar neben der Leprosenkapelle.

Auf dem Meldeschein wurde vermerkt, dass Anna Untersalmberger Anfang 1936 nach „Salzburg-Lehen“ kam. In den Aufnahmebüchern der Salzburger Landesheil- und Pflegeanstalt wurde dazu die Diagnose „Progressive Paralyse“ vermerkt. Die Progressive Paralyse ist eine Erscheinungsform der Neurosyphilis, die als Psychose mit neurologischen Ausfällen verläuft. Die Progressive Paralyse war bis zur Entdeckung des Penicillins  ein häufiges Krankheitsbild in psychiatrischen Anstalten. Eine Krankengeschichte von Anna Untersalmberger ist weder in Bundesarchiv Berlin noch im Landesarchiv Salzburg erhalten geblieben.

Gesichert ist, dass sie beim 3. Transport aus der Salzburger Anstalt am 18. April 1941 gemeinsam mit 27 weiteren Frauen durch „die Gemeinnützige Krankentransportgesellschaft, Berlin W 9, Potsdamerplatztransferiert“ wurde. Ziel war die Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim in der Nähe von Linz.

Quellen:

[1] Wikipedia [Stand  05.10.2016]

[2] Stolpersteine Hallein, http://stolpersteine-hallein.at [Stand 05.10.2016]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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