Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Anton Dauber wurde am 31.01.1899 in Zellenbach bei Saarbrücken als zweites von vier Kindern des Ehepaares Johann Dauber und Maria Dauber, geb. Kirsch, geboren. Die Familie wohnte seit dem 28.09.1922 am Kamp 48. Anton Dauber und seine Familie waren katholisch. Er war Arbeiter und zog am 03.03.1923 "von der Reise" zurück, ebenfalls im Kamp 48 ein. Im Aufnahmebuch ist Anton Daubers Zugang in der Provinzial- Heil- und Pfleganstalt Osnabrück für den 06.12.1927 vermerkt. Als er am 22.04.1941 nach Eichberg deportiert wurde um kurz darauf Anfang Juni 1941 in Hadamar durch Gas ermordet zu werden, war Anton Dauber 42 Jahre alt. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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