Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Hermann BarbaraBarbara Johanna Herrmann kam am 21. Mai 1895 in Kaiserslautern zur Welt, wo sie mit sechs Geschwistern aufgewachsen ist. Ihr Vater kam früh durch einen Unfall ums Leben. Sie durchlief erst mehrere Volksschulen, dann eine Haushaltungsschule. Seit 1912/13 war sie in Stellungen, ab 1923 in den USA als Zimmermädchen und in „besseren Stellen“. 1929 kam sie besuchsweise nach Cannstatt, 1934 riet ihr ein Arzt zur erneuten Heimreise, sie bedürfe der Erholung. Sie kehrt zu ihrer verwitweten Mutter in die Martin-Luther-Straße 72 zurück. Bald darauf erstmals kommt sie erstmals zur Behandlung ins Bürgerhospital, wo man sie für „erbkrank“ erklärt. 1935 wird Barbara Johanna Herrmann in die Heilanstalt Winnental aufgenommen, von dort wird sie am 23. November 1940 nach Grafeneck „verlegt“ und ermordet. 

Quelle:

[1] https://www.stolpersteine-cannstatt.de [Stand 02.02.2019]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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