Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Das Grab von Berta GlombikBerta Glombik wurde am 4. Juni 1895 als zweites von drei Kindern der Eheleute Joseph Glombik und Magdalene Glombik, geb. Rust in Wilhelmshaven geboren. Wenig später zog die Familie, wohl bedingt durch den Beruf des Vaters, der Ob. Postsekretär war, nach Osnabrück. Die Kinder wurden wie die Mutter luth. getauft. Der älteste Bruder zog 1922 mit 29 Jahren von Osnabrück nach Hamburg. Auch Berta scheint das Haus verlassen zu haben, der Eintrag am 8. Februar 1915, aus Osterrode in Osnabrück wieder zugezogen zu sein, deutet darauf hin, dass sie wahrscheinlich dort einer Berufstätigkeit nachgegangen sein könnte und mit 20 Jahren in die elterliche Wohnung zurückkehrte. 1927 wurde zu einem schicksalhaften Jahr für die Familie. In diesem Jahr starb der Vater mit 63 Jahren und der Eintrag von Berta Glombik wurde im Einwohnermeldeverzeichnis durch den Zusatz "geisteskrank" ergänzt. Nach dem Tod des Vaters lebten die Mutter und der jüngste Bruder weiter in Osnabrück. Der 23. Mai 1929 ist im Aufnahmebuch als Zugangsdatum von Berta Glombik in der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück verzeichnet. Am 22. April 1941 wurde sie von Osnabrück nach Eichberg deportiert und Anfang Juni 1941 in der Gaskammer der Tötungsanstalt Hadamar ermordet. Berta Glombik war bei ihrem Tode knapp 46 Jahre alt. 

Quellen:

[1] Delmenhorster Kreisblatt [Stand 02.02.2019]

[2] „Warum konnten wir die Kinder nicht schützen?" [Stand 02.02.2019]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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