Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Claus Beeck (* 28. Januar 1940 in Bergedorf; † 1944 in Idstein) war ein Opfer der nationalsozialistischen Kinder-Euthanasie. Claus Beeck, der an einem leichten Hydrocephalus litt und in seiner körperlichen und geistigen Entwicklung zurückgeblieben war, wurde im Mai 1941 im Alter von einem Jahr in die Alsterdorfer Anstalten eingewiesen. Aus einem Eintrag in seiner Krankenakte hervor, dass Fortschritte in seiner Entwicklung festzustellen waren. Trotzdem wurde er nach den schweren Bombenangriffen auf Hamburg im Juli/August 1943 (Operation Gomorrha) am 7. August 1943 mit weiteren 127 Männern und Jungen in den Rheingau verbracht und zusammen mit 51 Jungen in die Heilanstalt Kalmenhof in Idstein verbracht. Dort wurde er 1943 oder 1944 ermordet. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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