Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Dr. Baumhard wurde 1911 in Ammendorf bei Halle/Saale geboren. Nachdem er das Abitur abgelegt hatte, studierte er in Halle Medizin. Baumhard erhielt am 1. September 1939 die ärztliche Approbation und arbeitete dann im Barbarakrankenhaus in Halle. Seit 1934 war er Mitglied im NS-Studentenbund und in der SA. Der NSDAP trat er 1937 bei. Am 2. November 1939 wurde er durch die "T4" notdienstverpflichtet. Im Januar 1940 nahm er in der Tötungsanstalt Brandenburg an einer "Probevergasung" teil. Ende Februar/Anfang März selektierte er Patienten der Anstalt Bedburg-Hau und begleitete sie in die Tötungsanstalt Grafeneck. Im April 1940 wurde er Leiter von Grafeneck als Nachfolger von Dr. Horst Schumann. Dieselbe Position hatte er ab 1. Januar 1941 in der Tötungsanstalt Hadamar inne. Hier gehörte es zu seinen Aufgaben, den Gashahn aufzudrehen.
Im Juni 1941 schied er auf eigenen Wunsch aus der "T4" aus und ließ sich zur Kriegsmarine einberufen. Dr. Baumhard starb am 24. Juni 1943, als sein U-Boot versenkt wurde.

Quelle: http://www.gedenkstaette-hadamar.de [Stand 28.07.2015]

Den Tätern soll hier kein Denkmal gesetzt werden, wir wollen die Verantwortlichen benennen, damit sie nicht im Dunkel der Zeit verschwinden.

externer LinkDie Täter

Beim Nürnberger „Ärzte-Prozess“ wurden die Haupttäter der „Euthanasie“, derer man noch habhaft werden konnte, zum Tode verurteilt. Einige der Täter hatten sich der Verantwortung jedoch durch Selbstmord entzogen, andere waren untergetaucht.

Neben den Haupttätern gab es jedoch noch hunderte von Ärzten, Pflegern, Schwestern und weiteren Helfern, die aktiv an der „Euthanasie“ mitgeholfen haben. Diese wurden teilweise in der BRD und der DDR vor Gericht gestellt. Die juristische Aufarbeitung erfolgte in zahlreichen Verfahren. Einige der Täter (selbst der zum Tode verurteilten!) wurden später jedoch begnadigt und konnten dann ein „normales“ Leben führen. Viele Täter jedoch wurden gar nicht erst juristisch belangt, so z.B. die Ober-„Gutachter“ der Kinder-„Euthanasie“.

 

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Denkmal

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Aufarbeitung

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