Eduard Köhne wurde am 8. Januar 1906 in Osnabrück geboren. Er war nicht verheiratet und hatte den Beruf des Stukkateurs erlernt. Anfang September 1933 wurde er erstmalig durch die Gestapo verhaftet und am 13. September in das Konzentrationslager Börgermoor deportiert. Die Gestapo hatte ihn als "notorischen Faulenzer" erfasst und wegen "Arbeitsverweigerung" festgenommen. Laut einer Verfügung des Regierungpräsidenten vom 20. November 1933 wurde Herr Köhne wieder aus dem KZ entlassen. 1937 wurde er erneut verhaftet und wegen unberechtigten Tragens eines Parteiabzeichens zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Im folgenden Jahr stellte er sich seiner Hauswirtin als Gestapo-Beamter, SA-Sturmführer und Ortsgruppenwalter der NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) vor und wurde dafür erneut durch ein Sondergericht in Hannover zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Im Anschluss an die Haft wurde für Herrn Köhne eine Unterbringung in einer Heil- und Pflegeanstalt verfügt. Eduard Köhne wurde am 22. April 1941 mit anderen Patienten aus der Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück nach Eichberg "verlegt". Nach den Meldeunterlagen starb Köhne 1941 in Hadamar. Er dürfte dort kurz nach seiner Ankunft in Eichberg ermordet worden seien.