Eduard V. war Steinmetz und Gelegenheitsarbeiter. 1917 erstmals Einweisung in die Heil- und Pflegeanstalt Erlangen. Mehrfach kurze Wiedereinweisung, 2 Haftstrafen wegen Zechprellerei. März 1935 endgültige Einweisung, leidet an schwerer Hornhauttrübung. Verliebt sich verbotener Weise in eine Patientin und schreibt ihr heimlich Briefe. Unternimmt in der Folgezeit verschiedene Versuche aus der Anstalt herauszukommen.
Die Akten beschreiben ihn als renitenten, lügnerischen und hinterhältigen Patienten, mehrfach wird er auf eine Strafstation verlegt. Letzter Akteneintrag von 30.10.1940: „Sieht offenbar noch recht gut, fällt nicht weiter auf, hält sich still zurück und fügt sich notgedrungen in die Ordnung.“
5.11.1940 Transport in die Tötungsanstalt Pirna/Sonnenstein