Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Deportiert am 3.10.1940, ermordet vermutlich 1940/41 in Pirna-Sonnenstein im Rahmen der "Aktion T4" ("Erwachseneneuthanasie") des NS-Regimes
Emil Gustav Herget ist als Kind des Adam Johann Herget im Einwohnermeldebogen erwähnt. Einen Beruf konnte er wohl nie ausüben. Seit 18.9.1924 befand er sich in stationärer Behandlung in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Bei der 1939 von dem NS-Regime angeordneten planmäßigen Erfassung der Patienten aller Heil- und Pflegeanstalten wurde sein Name auf eine Liste gesetzt, in der all jene Patienten verzeichnet waren, die im Rahmen der Aktion T4 ermordet werden sollten. Am 3.10.1940 wurde er zunächst in die sächsische Landesanstalt Großschweidnitz verlegt und von dort in die Tötugsanstalt Pirna-Sonnenstein (bei Dresden), wo er 1940/41 ermordet wurde. Das genaue Datum seines Todes ist nicht nicht bekannt. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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