Deportiert am 3.10.1940, ermordet vermutlich 1940/41 in Pirna-Sonnenstein im Rahmen der "Aktion T4" ("Erwachseneneuthanasie") des NS-Regimes
Emil Gustav Herget ist als Kind des Adam Johann Herget im Einwohnermeldebogen erwähnt. Einen Beruf konnte er wohl nie ausüben. Seit 18.9.1924 befand er sich in stationärer Behandlung in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Bei der 1939 von dem NS-Regime angeordneten planmäßigen Erfassung der Patienten aller Heil- und Pflegeanstalten wurde sein Name auf eine Liste gesetzt, in der all jene Patienten verzeichnet waren, die im Rahmen der Aktion T4 ermordet werden sollten. Am 3.10.1940 wurde er zunächst in die sächsische Landesanstalt Großschweidnitz verlegt und von dort in die Tötugsanstalt Pirna-Sonnenstein (bei Dresden), wo er 1940/41 ermordet wurde. Das genaue Datum seines Todes ist nicht nicht bekannt.