Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


wurde am 29.10.1890 in Stuttgart geboren. Er war Maurer wie sein Vater Frieder. Am 01.08.1914 wurde der Vierundzwanzigjährige eingezogen und acht Tage später in den Krieg geschickt. Ernst nahm an allen Gefechten seiner Kompanie bis zum 08.11.1914 teil. Bis zu seiner psychischen Erkrankung, die im Juli 1916 festgestellt wurde, war er mit wenigen Unterbrechungen im Lazarett. Dort wurde seine Krankheit erkennbar. Auf Ansuchen der Militärbehörde wurde Ernst am 20.7.1916 in die Heilanstalt Winnental eingewiesen.
Seine Frau Anna Rau geb. Bonn ließ sich am 13.03.1925 von Ernst scheiden, weil "wegen seiner Krankheit die geistige Gemeinschaft zwischen den Ehegatten aufgehoben sei."
Am 11.6.1940 wurde Ernst Rau nach Grafeneck deportiert und ermordet. Ernst wurde 26 Jahre alt. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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