Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Das Wort Euthanasie setzt sich zusammen aus eu für gut, schön und thanatos für Tod und wird heute meist im Sinne eines würdigen und schmerzlosen Todes verwendet.

In der griechischen und römischen Antike unterlag der Begriff euthanatos einem Verständniswandel und war mehrdeutig. In seiner frühesten Verwendung in der griechischen Komödie des 4. vorchristlichen Jahrhunderts stand der Begriff für den „leichten Tod ohne lange vorherige Krankheit“, auch für den frühen Tod, der einem die Mühen des Alters erspart. Später kam auch die Bedeutung des schnellen Todes durch Feindeshand hinzu und die des ehrenvollen Todes im Kampf oder nach einem erfüllten.

In der modernen Diskussion wird der Begriff im Gegensatz zur Antike meist in Verbindung zur Handlung eines Arztes verwendet und mit der Tötung auf Verlangen oder der Beihilfe zur Selbsttötung gleichgesetzt. Die moderne Diskussion unterscheidet dabei aktive Euthanasie (Tötung auf Verlangen) von passiver Euthanasie (Abbruch oder Unterlassung lebenserhaltender Maßnahmen), sowie indirekte Euthanasie (Gabe von Schmerzmitteln mit der unbeabsichtigten Nebenwirkung des schnelleren Todes).

In Deutschland wird der Begriff Euthanasie durch den Begriff der Sterbehilfe ersetzt, da das Wort Euthanasie durch den Massenmord an Menschen mit Behinderung oder psychischen Krankheiten im Nationalsozialismus negativ belegt ist. In anderen Ländern wird dagegen der Begriff der Euthanasie verwendet.

Quelle: http://gedenkort-t4.eu [Stand: 25.07.2015]

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