Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Bis 1937 oder 1938, so genau konnte dies offenbar nicht mehr in Erfahrung gebracht werden, wohnte Frieda Schweinhardt mit ihren drei Geschwistern an der Neugasse1 in Okriftel, wo die Eltern das Gasthaus „Zur Eiche“ führten. Weil sie an Epilepsie litt, wurde sie im Februar 1941 in die Zwischenanstalt Eichberg eingeliefert. In der Familie war bekannt, dass es Frieda mit Hilfe eines Wärters gelang, eine Nachricht heraus zu schmuggeln, in der sie die Familie darum bat, sie aus der Anstalt herauszuholen, da sie um ihr Leben fürchtete. Der 29. April 1941, als die damals 30-Jährige nach Hadamar verlegt wurde, gilt auch als Todestag der Okriftelerin. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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