Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Frieda Schweinhardt (geb. 20.2.1911) wurde in Okriftel als Tochter von Philipp Schweinhardt und Margarete Schweinhardt, geb. Dörrhofer, geboren. Sie hatte drei Geschwister: Ludwig Philipp Martin, Wilhelm und Anna Schweinhardt. Bis vermutlich 1937 oder 1938, so genau konnte dies offenbar nicht mehr in Erfahrung gebracht werden, wohnte sie in der Neugasse 1, wo ihre Eltern das Gasthaus „Zur Eiche“ führten. Am 13.2.1941 wurde sie wegen Epilepsie in die "Zwischenanstalt" Eichberg eingeliefert. Aus dieser Zeit ist nach Aussage von Verwandten bekannt, dass Frieda wohl mit Hilfe eines Wärters eine Nachricht herausgeschmuggelt hatte, in der sie die Familie darum bat, sie aus der Anstalt herauszuholen, da sie um ihr Leben fürchtete. Am 29.4.1941 wurde Frieda Schweinhardt nach Hadamar verlegt. Der Tag der Verlegung ist auch der Tag ihrer Ermordung in der Gaskammer von Hadamar gewesen.

Eine Krankenakte ist von Frieda Schweinhardt nicht erhalten. Die Auskunft des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (Archiv, Gedenkstätten, Historische Sammlungen) stützt sich auf die Patientenkartei des Eichbergs.

 

Quelle:

[1] https://www.hattersheim.de/stolpersteine [Stand 21.01.2021]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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