Bis 1937 oder 1938, so genau konnte dies offenbar nicht mehr in Erfahrung gebracht werden, wohnte Frieda Schweinhardt mit ihren drei Geschwistern an der Neugasse1 in Okriftel, wo die Eltern das Gasthaus „Zur Eiche“ führten. Weil sie an Epilepsie litt, wurde sie im Februar 1941 in die Zwischenanstalt Eichberg eingeliefert. In der Familie war bekannt, dass es Frieda mit Hilfe eines Wärters gelang, eine Nachricht heraus zu schmuggeln, in der sie die Familie darum bat, sie aus der Anstalt herauszuholen, da sie um ihr Leben fürchtete. Der 29. April 1941, als die damals 30-Jährige nach Hadamar verlegt wurde, gilt auch als Todestag der Okriftelerin.