Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


E GuenterIn Deutschland und dem angeschlossenen Österreich wurden zwischen Ende der 30er Jahre und 1945 mindestens 5000 behinderte und kranke Kinder in den sogenannten „Kinder-Fachabteilungen“ ermordet. Als „Ballastexistenzen“ und „lebensunwertes Leben“.

Einer von ihnen war der zehnjährige Günther E. aus Wittstock/Dosse, der zusammen mit seinen drei Schwestern 1938 nach Brandenburg-Görden gebracht wurde, der reichsweit ersten Kinderfachabteilung. Als „nicht beschulungsfähig“ wurde er mit zehn Jahren im Mai 1940 in der Gaskammer des Zuchthauses Brandenburg ermordet.

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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