Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Hannelore Helmle wurde nur zwölf Jahre alt. Sie war eine Frühgeburt, entwi­ckelte sich zögerlich, litt an Krämpfen, Lungen­ent­zün­dung und Gelbsucht. Eine Schule besuchte sie wegen "Bildungs­un­fä­hig­keit" nie. Am 20. August 1938 wurde sie als Zehnjäh­rige vom Elternhaus im Rüppurrer Ligus­ter­weg 1 in die Erziehungs- und Pflegean­stalt Mosbach gebracht. Die Kranken­ak­ten sprechen von "unheil­ba­rer Idiotie", "moto­ri­scher Dauerun­ru­he" und "chro­ni­schem Zerstö­rungs­trieb". Am 17. September 1940 wurde sie nach Grafeneck deportiert. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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