Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Über das Leben von Heinrich Funke ist nur wenig bekannt. Laut den Meldedaten zog er am 31.03.1919 nach Osnabrück. Zuvor war er in der Strafanstalt Brock-Westbevern gemeldet. Am 03.12.1919 befand er sich in Untersuchungshaft in Osnabrück. Der nächste Eintrag besagt, das er am 13.04.1922 von Hamm in Westfalen nach Osnabrück in die Lohstraße 21 zog und schließlich am 15.8.1932 in die Herrenteichstr. 13/14. Als Invalide wurde Heinrich Funke am 27.04.1935 in die Provinzial-Heil-und Pflegeanstalt Osnabrück aufgenommen. Die Deportation nach Eichberg folgte am 22.04.1941, von dort wurde er Anfang Juni 1941 nach Hadamar gebracht und ermordet. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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