Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Ephraim HildeHilde Ephraim arbeitete als Fürsorgerin in Brandenburg an der Havel und trat dort 1931 der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD), einer Abspaltung der SPD, bei. 1933 wurde sie wegen ihrer jüdischen Abstammung und ihrem politischen Engagement aus dem Staatsdienst entlassen. Sie zog nach Berlin und schloss sich dort dem Untergrundkampf der SAPD an. Hier kümmerte sie sich im Rahmen der Roten Hilfe um die Familien von Verhafteten.

Im Juli 1936 wurde Hilde Ephraim selbst verhaftet und von der Gestapo schwer misshandelt. Der Volksgerichtshof verurteilte sie am 25. Juni 1937 zu vier Jahren Zuchthaus. Sie wurde erst in Lübeck und anschließend in Amberg interniert. Zeitweise soll sie die Nahrungsaufnahme verweigert haben und letztendlich in „geistige Umnachtung“ gefallen sein. Im September 1940 wurde sie im Rahmen der Aktion T4 in die NS-Tötungsanstalt Hartheim verschleppt, wo sie am 20. September 1940 ermordet wurde. Zur Verschleierung ihrer tatsächlichen Todesumstände wurde ihrer Familie der Sterbeort Chelm mitgeteilt, der sich dadurch teilweise in erhaltenen Unterlagen wiederfindet.

Quelle:

[1] Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Hilde_Ephraim [Stand 23.08.2015]

[2] Biographie, http://archiv.spd-berlin.de/geschichte/personen/a-k/ephraim-hilde/ [Stand 23.08.2015]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

Karte

Denkmal

Stolpersteine

In's Gesicht sehen

Aufarbeitung

Unterstützer

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok