Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Hugo Stoltze (* 25. November 1937 in Hamburg; † 12. Oktober 1943) war ein Opfer der nationalsozialistischen Kinder-Euthanasie. Als Kleinkind war er von der Mutter vernachlässigt worden und litt an Unterernährung und Rachitis. Hugo, der in der geistigen Entwicklung um ein bis zwei Jahre zurückgeblieben war, wurde nach der Unterbringung in mehreren Kinderheimen in einem Gutachten des Jugendamts als „geistig anormal“ bezeichnet. Am 8. September 1941 wurde er im Alter von knapp vier Jahren in die Alsterdorfer Anstalten eingewiesen. Nach den schweren Bombenangriffen im Juli/August 1943 wurde er am 7. August 1943 in die Heilanstalt Eichberg in Eltville am Rhein verbracht, wo er am 12. Oktober 1943 starb.[30] 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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