Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Irmgard Burger litt seit der Geburt der zweiten Tochter Melitta unter Schizophrenie. Die Haushälterin Anna kümmert sich nach dem Tod des Ehemannes um die kranke Mutter, nimmt sie zu sich. 1944 wird Anna ausgebombt und Irmgard Burger muss in die Anstalt nach Haar. Der dortige Anstaltsleiter Hermann Pfannmüller ist ein glühender Nationalsozialist: er steht voll hinter den geheimen Tötungsprogrammen an Kranken, der NS-Euthanasie. Die Tochter Melitta Burger ist mittlerweile bei der Reichswehr in Potsdam als Funkerin. Sie fährt nach München und besucht die Mutter in Haar. Die Mutter macht einen guten Eindruck, ist gut angezogen, gepflegt, wirkt körperlich gesund. Die Tochter fährt zurück nach Potsdam. Dass die Mutter in Lebensgefahr ist, ahnte sie nicht. Aber anhand der erhaltenen Gewichtslisten ist eindeutig: Die Mutter wurde im Herbst 1944 ausgehungert. Sie war 1,60 groß und wog am Schluss noch 30 Kilo. Dann starb sie. 

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