Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Deportiert am 3.10.1940, ermordet am 22.11.1940 in Pirna-Sonnenstein im Rahmen der Aktion "T4" (Erwachseneneuthanasie") des NS-Regimes.
Katharina Endres lebte immer bei ihren Eltern und verdiente ihren Lebensunterhalt als Stickerin, bis sie am 13.3.1926 in die Heil- und Pflegeanstalt Werneck eingeliefert wurde. Bei der 1939 von dem NS-Regime angeordneten planm?gen Erfassung der Patienten aller Heil- und Pflegeanstalten wurde ihr Name auf eine Liste gesetzt, in der all jene Patienten verzeichnet waren, die im Rahmen der Aktion T4 ermordet werden sollten. Am 3.10.1940 wurde sie von Werneck zunächst in die sächsische Landesanstalt Großchweidnitz verlegt und von dort in die Tötgsanstalt Pirna-Sonnenstein (bei Dresden), wo sie am 22.11.1940 ermordet wurde. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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