Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Georg Greiner wurde geboren am 9.April 1884 in Krapfenreut bei Ebersbach. Er war verheiratet mit Pauline, geborene Käfer. Das Ehepaar hatte ein Kind. Gearbeitet hat er als Oberschaffner bei der Bahn. Im Jahr 1932 wurde in der Uniklinik Tübingen seine psychische Erkrankung festgestellt. Aufgrund dieser Erkrankung erfolgte 1934 seine Einweisung in die Heilanstalt Christophsbad in Göppingen . Im Juni 1940 wurde er mit anderen Patienten in die Heilanstalt Weissenau gebracht. Dort blieb er bis zum 5. Dezember 1940. An diesem Tag brachte einer der berüchtigten „Grauen Busse“ Georg Greiner und weitere 85 Menschen nach Grafeneck. Alle wurden am gleichen Tag ermordet. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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