Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Paul Stämmler wurde am 09.03.1897 als viertes Kind der Eheleute Johann Stämmler und Johanne Stämmler geb. Arend geboren. Die letzte für uns bekannte Adresse in Osnabrück lautet Buerschestraße 58 a. Die Angabe ist vom 25.12.1912. Paul wurde im Jahr 1914 zu Beginn des Ersten Weltkrieges gerade siebzehn. Er arbeitete als Kaufmann. Im Alter von 40 Jahren, am 29. September 1937, wurde er in die Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück aufgenommen. Aus dem Aufnahmebuch geht hervor, dass Paul Stämmler vom 1. April bis zum 28. September 1936 wegen Epilepsie in Bethel behandelt wurde. Paul Stämmler wurde am 22. April 1941 mit anderen Menschen nach Eichberg verschleppt und Anfang Juni in Hadamar ermordet. Er wurde 44 Jahre alt. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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