Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Paula Frankenberg (30. 12. 1883 – 28. 8. 1942 Todesatum falsch)) war eine Frau, von der wir wenig und das Wenige nur durch die verzerrte Brille der GESTAPO wissen. 1940 zog sie nach Düsseldorf. Sie war katholisch und weigerte sich, die NS-Interpretation, sie sei Jüdin, zu akzeptieren. Durch die NS-Gesetzgebung und zunehmende Isolierung verlor sie ihre Wohnung und verstieß gegen die judenfeindlichen Gesetze, weil sie z. B. in einem Hotel wohnte. Die GESTAPO hielt sie für „hysterisch“, weil sie „nicht gewillt ist, die für Juden erlassenen Gesetze und Bestimmungen einzuhalten und dadurch Unruhe in die Bevölkerung trägt (Schutzhaftbefehl)“. Sie wurde 1941 nach Ravensbrück deportiert und starb dort 1942 mit 58 Jahren. Sie konnte nicht glauben, wie mit ihr umgegangen wurde, und appellierte in einem Brief an die GESTAPO 1941: Ich bin krank und friere auch wollen Sie mir bitte helfen. Paula Sara Frankenberg 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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