Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Philipp BouhlerGeboren am 2.9.1899 in München. Teilnahme am ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg Studium der Philosophie in München. Positionen in der NSDAP - vom September 1922 bis 1934 stellvertretender Geschäftsführer der NSDAP, Mitarbet am Völkischen Beobachter. Ab 1933 Reichsleiter, Chef der Kanzlei des Führers, seit 1934 Leiter der Parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des NS.-Schrifttums, deren Arbeit jedoch weitgehend von Karl Heinz Hederich organisiert wird. Verteidigt in dieser Position bis 1942 erfolgreich die Kompetenzen der Stelle gegenüber dem Amt Rosenberg und dem Ropagandaministerium.

Vom Oktober 1939 (mit einem auf den 1. September rückdatierten Geheimerlaß Hitlers) bis 1941 mit der Organisation des Euthanasieprogramms beauftragt - mit im Programm sind Hitlers Leibarzt Karl Brandt, zum Reichskommissar für Gesundheit ernannt; als beratender "Sachverständiger" fungiert der Leiter des "Lehrstuhles für Rassenhygiene" Fritz Lenz. Die zuständige Stelle wird in der Berliner Tiergartenstraße 4 eingerichtet. Unter dem Codewort T 4 forderte sie von den Krankenhäusern des Umkreises die Patientenakten an, aus denen ein zehnköpfiges Expertenteam die Auswahl der Euthanasieopfer traf, die an verschiedenen Orten vergast und verbrannt wurden. Das Programm wurde mit dem Krieg ausgeweitet, vom Januar 1940 bis zum 24.8.1941 fielen ihm über 70.000 zum Opfer.

Begibt sich in den letzten Tagen des Krieges um Schutz bemüht in die Nähe Hermann Görings, Selbstmord mit seiner Frau am 19.05.1945 in Alt-Aussee.

externer LinkDie Täter

Beim Nürnberger „Ärzte-Prozess“ wurden die Haupttäter der „Euthanasie“, derer man noch habhaft werden konnte, zum Tode verurteilt. Einige der Täter hatten sich der Verantwortung jedoch durch Selbstmord entzogen, andere waren untergetaucht.

Neben den Haupttätern gab es jedoch noch hunderte von Ärzten, Pflegern, Schwestern und weiteren Helfern, die aktiv an der „Euthanasie“ mitgeholfen haben. Diese wurden teilweise in der BRD und der DDR vor Gericht gestellt. Die juristische Aufarbeitung erfolgte in zahlreichen Verfahren. Einige der Täter (selbst der zum Tode verurteilten!) wurden später jedoch begnadigt und konnten dann ein „normales“ Leben führen. Viele Täter jedoch wurden gar nicht erst juristisch belangt, so z.B. die Ober-„Gutachter“ der Kinder-„Euthanasie“.

 

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