Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Es mag seltsam anmuten, eine Website für bzw. über einen Verstorbenen einzurichten. Noch dazu, wenn dieser Mensch schon seit mehr als 70 Jahren tot ist. Aber seit ich in mehrmonatiger, an die Substanz gehender Recherche herausgefunden habe, dass mein Großvater Walter Frick keines natürlichen Todes gestorben ist, sondern von den Nationalsozialisten ermordet wurde, ist es mir ein Anliegen, genau das weiter zu erzählen.
Die sogenannten "Euthanasie-Morde" im 3. Reich verdienen mehr Aufmerksamkeit als man ihnen bisher beimisst. Oftmals scheinen sie hinter dem Holocaust an Millionen Juden geradezu zu verblassen. Wie das Zitat, das hier als Überschrift dient, schon nahelegt: Es ist mir wichtig, meinen Mitmenschen die Geschichte meines Großvaters zu erzählen. Er neigte lediglich, wie es heißt, zu 'depressiven Verstimmungen' - das reichte zu damaliger Zeit, um jemanden als "nicht arisch" zu klassifizieren. Mit bitterem Lachen könnte man sich fragen, wer in Kriegszeiten und noch dazu in einer Nervenheilanstalt nicht depressiv oder krank geworden wäre.

Mein Großvater ist Vater von zwei kleinen Kindern, Ehemann, aufstrebender Opernkapellmeister und gerade 32 Jahre alt, als seiner Frau Luise sein Tod mitgeteilt wird. Seine Geschichte steht stellvertretend für die zahlloser anderer Opfer.
Nehmen Sie sich die Zeit, seine Geschichte zu lesen. Lernen Sie die Vergangenheit kennen.

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