Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Alfred Wenzel wollte seinen Vater im Altern- und Pflegeheim besuchen, jedoch sein Vater war verlegt worden, ohne dass er als Angehöriger unterrichtet worden war. Als Aufenthaltsort wurde nur "anderswo" angegeben. Der Sohn schrieb an den Amtsarzt Dr. Horn und wollte wissen, wohin sein Vater verlegt worden sei. Jedoch er erhielt umgehend die Antwort, dass für diese Auskunft nur die Anstalt zuständig sei. Was hingegen der Sohn nicht wusste und ihm verheimlicht wurde, dass sich sein Vater bereits auf dem Transport zur Vergasung befand. Er war in die Zwischenstation Zschadraß gebracht worden, um ihn dann von dort nach Sonnenstein zu transportieren. Diese Zwischenstation wurde extra eingerichtet, um die Mordaktion zu vertuschen und die Angehörigen zu täuschen. Diese erhalten gebliebene Liste gibt nun Auskunft über das Schicksal dieses Opfers. Es wurde festgehalten, dass Robert Max Wenzel am 3. März 1941 umgebracht wurde. 

Quelle unbekannt

 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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