Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Akten des Karlsruher Polizei­prä­si­di­ums berichten, dass die in der Humbold­straße 28 lebende Konto­ris­tin den Straßen­ver­kehr "aufgrund von Falsch­fah­ren und Angaben falscher Perso­na­li­en" gefährdet habe. Sophie Hahn litt unter Verfol­gungs­wahn, war mehrfach in der Badischen Heil- und Pflegean­stalt Illenau und wurde 1932 entmündigt. 1935 wurde sie nach dem Gesetz zur Verhütung erbkran­ken Nachwuch­ses zwangs­ste­ri­li­siert, 1936 wieder in die Illenau einge­wie­sen und 1938 in die Heil- und Pflegean­stalt Konstanz verlegt. Am 17. Juni 1940 wurde Sophie Hahn ebenfalls in Grafeneck ermordet.

Quellen:

[1] Stadtzeitung Karlsruhe [Stand 01.02.2019]

[2] Karlsruhe: Blick in die Geschichte Nr. 110 vom 18. März 2016 [Stand 01.02.2019]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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