Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Auch auf der Patientenakte von Theodor Jenckel findet sich das typische Kreuz zur Kennzeichnung von Todesfällen. Er lebte in Lüneburg bis zur Aufnahme in die Anstalt Lüneburg im Jahr 1901.
Theodor Jenckel gehörte zu den Langzeitpatienten, die in der Psychiatrie im Nationalsozialismus zu den besonders bedrohten Patientengruppen gehörten, wie auch diejenigen, die als unheilbar galten.
Am 23. April 1941 wurde er zusammen mit etwa 120 anderen Patienten aus Lüneburg über Herborn in eine Tötungsstätte deportiert (vermutlich Hadamar oder Pirna-Sonnenstein). 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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