Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Karas TheresiaAls viertes Kind eines Eisenbahners und einer Hausfrau 1928 geboren, erkrankte sie mit zwei Jahren an Kinderlähmung. Davon blieben ihr eine verkrümmte linke Hand und epileptische Anfälle zurück. Das Mädchen besuchte bis zur dritten Klasse die Volksschule Gnigl (Stadt Salzburg). Wegen vermehrter Anfälle musste sie dann der Schule einige Zeit fern bleiben und kam zur Erholung und Therapie nach Gallneukirchen. Von dort erhielten dann die Eltern völlig unerwartet die Mitteilung, dass Theresia 1941 nach Sonnenstein bei Pirna (Sachsen) verlegt worden sei.
Als ihr Vater sie dort besuchte, durfte er sie nicht sehen. In Wirklichkeit war das Mädchen nämlich in die Tötungsanstalt Hartheim bei Linz verfrachtet worden. Die Eltern erhielten bald danach die Nachricht, dass Theresia an Blutvergiftung verstorben sei.

Quellen:

[1] https://sciencev1.orf.at/news/147582.html  [Stand 03.02.019]

[2] [2] http://www.lebensunwert.at [Stand 03.02.019]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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