Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Wolters WernerWerner Wolters wurde am 1. Mai 1938 als erstes Kind der Familie geboren. Er litt an Rachitis, einer Wachstumsstörung der Knochen, typisch für Kriegskinder. Der Junge war 15 Monate alt, als Ärzte in der Kinderklinik Hameln bei ihm "Idiotie" vermuteten, ausgelöst durch die Rachitis.

Er sei anstaltsbedürftig, hieß es in den Akten. Über die Rotenburger Anstalten kam Werner Wolters am 9. Oktober 1941 nach Lüneburg in die sogenannte Kinderfachabteilung der Landes-Heil- und Pflegeanstalt.

Der Zufallsfund eines Doktoranden brachte das Schicksal von Werner ans Licht. Im Archiv der Neuropathologischen Abteilung des Universitätsklinikums Hamburg hatte er millimeterdünne Schnitte von Kindergehirnen entdeckt. Teilweise mit Patientennamen und Herkunft beschriftet: Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg.

Quelle:

[1] http://www.welt.de/vermischtes/article121199495/Sie-dachten-hier-wuerde-ihren-Kindern-geholfen.html [Stad 09.08.2015]

 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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