Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Frieda Daten, geb. Daseking wurde am 01.02.1876 oder am 30.04.1876 in Hannover geboren. Über ihr Leben und ihre Familie ist nur wenig bekannt. Sie lernte den zwölf Jahre älteren Oberpostassistenten Karl Daten aus Clausthal Zellerfeld kennen und heiratete ihn im Alter von 29 Jahren in Hannover. Die Ehe blieb kinderlos. Wann die erste Aufnahme in die Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt erfolgte bleibt unklar. Am 22.08.1925 scheint sie entlassen worden zu sein und zog in die Natruperstraße. Am 22.03.1929 wurde sie mit 53 Jahren wieder in die Anstalt aufgenommen. Sie wurde am 22.04.1941 nach Eichberg verschleppt und Anfang Juni 1941 in Hadamar in der Gaskammer ermordet. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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