Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


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Elisabeth Sukowski-Pfohlmann : Aktion 14f 13

Schon 1939 wurden in Westpreussen und den polnischen Gebieten tausende Menschen aus den "Heil und Pflegeanstalten" ERMORDET mit Gass. Die Zehntausende Häftlinge aus denn Konzentrations-lagern, wurden um 1940 bis 1942 aus den Lagern geholt und ermordet. Habt ihr die Aktion 14f 13 mit Einbezogen in eure Idee? über diese Opfer gibt es allerdings keine Akten. Und noch eine Frage Von welcher Zeit sprechen wir? Von 1939 bis 1946 ? Die Opfer der Euthanasie im Faschismus zu finden wird schwer genug. 

Herzliche Grüsse Elisabeth Sukowski-Pfohlmann 

 

 


18.01.2020
Admin

Ja, wir haben auch dies Aktion mit einbezogen und nehmen auch diese Namen in unsere Liste auf, in so fern wir welche zugeschickt bekommen.


06.02.2020
Gast: Meine Oma

Im Jahre 2015 ! erzählte mir meine todkranke Mutter eine "Geschichte"- die Geschichte meiner Familie, die Niemand der Lebenden wusste außer ihr. Bekannt war, dass meine Oma nach meiner Mutter ein weiteres Mal schwanger war und dass es zur Fehlgeburt gekommen sei- ein Junge, der starb im fünften Monat der Schwangerschaft. Wahr ist, dass meine Oma unter Depressionen litt und in eine Klinik in Hildesheim verbracht wurde. Sie war im fünften Monat schwanger. Das Kind wurde "zwangsgeboren" und aktiv getötet, laut einer Schwester lebensfähig. Meine Oma wurde zwangssterilisiert und war den Rest ihres Lebens (ich kannte sie auch noch) kränklich und war ab dem 50 Lebensjahr dement. Meine Mutter war eine gesunde, intelligente Frau, in keiner Weise debil oder dement bis ins hohe Alter und immer politisch interessiert und in Vereinen und Gemeinschaften aktiv. Sie wusste erst nach dem Tod ihrer Mutter 1977 von dem Geschehen, als eine Krankenschwester (eine Tante der Familie) die Wahrheit nicht mehr für sich behalten konnte und es meiner Mutter sagte. -----Mein Großvater sowie einige Männer der Familie erfuhren erst 1939 - zwei Jahre nach dem Eingriff - die Wahrheit, wandten sich sofort von der NSDAP ab, wurden daraufhin  an die Frontlinie versetzt und sind alle nicht mehr aus dem Krieg zurückgekommen. Das Trauma, das das Leben meiner Mutter zunächst indirekt und später durch Wissen der Angelegenheit prägte, ist nie aufgearbeitet worden , von Entschädigungen und dergleichen nie gesprochen worden. Es hieß wohl damals, es gäbe keine, weil es allgemeines Vorgehen war innerhalb Europas nicht nur Deutschlands. Also vorgeblich "Normalität". Es waren die Vorläufer zu den Handlungen, die folgten. Niemand sprach darüber und spricht heute darüber. Gruß Susanne J.   


03.11.2019
Dieter Grothenn: Auch ich hätte vielleicht nicht überlebt

Guten Tag,

ich bin 1950 geboren und von Geburt an körperlich behindert (Rollstuhl) und auf "Persönliche Assistenz" angewiesen, da ich mich zum Beispiel nicht allein An- und Ausziehen kann und auch sonst in alltäglichen Dingen Hilfe benötige. Ich habe ja keine geistige Behinderung und habe über 30 Jahre als Verwaltungsangestellter gearbeitet. Als Kind war das aber ja noch überhaupt nicht abzusehen. Wenn ich mich näher mit dem Thema beschäftige frage ich mich natürlich ob auch Kinder mit ausschließlich körperlicher Behinderung dem Mordprogramm der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Zuzutauen wäre es den Organisatoren des Programms ja ohne Weiters.

Mit freundlichen Grüßen aus Bremen
Dieter Grothenn


29.01.2019
Gast: Meine Grossmutter

Ich suche seit vielen Jahren meine Grossmutter, Ida Luise Lydia Heinemann, geb. Fern. Geboren in Wuppertal Elberfeld. Ich kontaktierte die Klinik in Langenfeld und mit wurde bestätigt, daß sie sich dort aufgehalten hat und ein Weitertransport nach Hadamar erfolgte. Für jegliche Hilfe,wäre jeder Dank zu wenig! Mit freundlichen Grüssen. Ich bete für alle Euthanesieopfer, die auf so sinnlose Weise ihr Leben verloren.


02.04.2019
Petra Thomas: Der Tod meiner Schwester Veronika Sturm in Galkhausen 1964

Meine Schwester Veronika ist im Jahr 1964 zehnjährig in Galkhausen, heute Langenfeld,  angeblich an einer Lungenentzündung gestorben. Veronika war behindert,  so dass unsere Mutter sie nicht auf die Reise  mit dem Zug nach Pommern zu den Grosseltern mitnehmen konnte.

Geplant war, dass Veronika  eine Woche im Kinderheim auf dem Gelände Galkhausen  verweilen sollte,  bis unsere Mutter  mit uns drei restlichen Schwestern wieder zurück war von der Reise in die Ostzone .

Einen Tag  nach unserer Rückkehr kam dann die Nachricht, dass Veronika an einer Lungenentzündung gestorben sei, obwohl sie zum Zeitpunkt ihrer

Ankunft in Galkhausen  eine Woche zuvor keinerlei Anzeichen für eine Lungenentzündung aufwies. Meine Mutter wollte Veronika unbedingt sehen. Sie musste feststellen, dass seitlich rechts vom Hals zum Kopf ein langer Hautschnitt gemacht worden war, der provisorisch abgedeckt war.

Unsere Mutter machte sich die bittersten Vorwürfe,  nach 9 Jahren  zum ersten mal ihre Eltern wieder gesehen zu haben. Das war der höchste Preis, den unsere gesamte Familie,  allem voran unsere Schwester Veronika, bezahlen musste. 

Petra Thoma


21.03.2019
 
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