Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Adolf Friedrich Wilhelm Dallmeyer war der Sohn des Glasers und Malers Johann Heinrich Dallmeyer und seiner Ehefrau, Anne Wilhelmine Louise, geb. Vobbe. Wilhelm Dallmeyer besuchte das Lehrerseminar und war ab 1896 in verschiedenen Volksschulen tätig. In dieser Zeit entstanden seine ersten plattdeutschen Dichtungen. 1906 erkrankte er und wurde am 27. Juni in die Provinzial - Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück eingewiesen. Am 15. Juli 1907 wurde er wieder entlassen. Im gleichen Jahr schied er aus dem Schuldienst aus und bekam ein kleines Ruhegehalt. Bis zur erneuten Einweisung am 13. August 1913 lebte Wilhelm Dallmeyer bei seiner Mutter an der Johannismauer 36b. Im November 1915 kehrte er wieder nach Hause zurück. Fünf Jahre später musste er erneut psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen. Ab Oktober 1926 übernahm der Bruder, der nun im elterlichen Hause an der Johannismauer wohnte, die Pflegekosten. Wilhelm Dallmeyer war 66 Jahre alt, als er im April 1941 nach Eichberg deportiert wurde. Von dort wurde er Anfang Juni 1941 in die Tötungsanstalt Hadamar 'verlegt' und ermordet. Am 19. Juni 1941 wurde seine Urne auf dem Johannisfriedhof beigesetzt.
Wilhelm Dallmeyer hinterließ ein Werk von Gedichten, Erzählungen, kleinen Theaterstücken und einen Roman, die wahrscheinlich überwiegend zwischen 1907 und 1913 entstanden waren.

Quelle:

[1] http://www.gedenkort-t4.eu [Stand 07.04.2016]

[2] Eva Berger, Die Würde des Menschen ist unantastbar, Osnabrück. 1999, S.267f.

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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