Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


geb. 1911 in Malsch befand sich ab 1938 in der Heil und Pflegeanstalt Emmendingen. Mit dem Transport am 15. Juli 1940 gelangte er von dort nach Grafeneck wo er noch am gleichen Tage ermordet wurde.
Den Angehörigen und dem Katholischen Pfarramt wurde mitgeteilt, dass Alfons Ernst am 27. Juli 1940 in der Heilanstalt Hartheim bei Linz an Nierenentzündung verstarb. Diese Daten waren wie üblich durch ein eigens in Grafeneck eingerichtetes Standesamt gefälscht worden. Seine Asche wurde am 21. August 1940 auf dem Friedhof Malsch beigesetzt.

Quelle:

[1] Stolpersteine zur Erinnerung an ermordete Juden und Euthanasieopfer [Stand 03.02.2019]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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