Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Anton Kühn, geb. am 1890 war von 1926 bis 1928 in der Kreispflegeanstalt Hub. Ab dem 28. November 1928 wurde er in die Heil- und Pflegeanstalt Emmendingen verlegt. Von dort wurde am 23. September 1940 ein Transport nach Grafeneck zusammengestellt. Bei diesem Transport befand sich auch Anton Kühn, der noch am Transporttag in Grafeneck umgebracht wurde.
Den Angehörigen von Anton Kühn, sowie dem Katholischen Pfarramt in Malsch wurde als falscher Todestag, der 7. Oktober 1940, als gefälschte Todesursache „Akute Hirnschwellung“ und als Todesort Grafeneck mitgeteilt. Die Urne mit der Asche wurde am 14. November 1940 auf dem Friedhof in Malsch beigesetzt. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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