Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Caroline Friederike Wilhelmine Cord wurde am 29.12.1891 als erstes von vier Kindern der Eheleute Friedrich Cord und Caroline Wilhelmine Charlotte Cord geb. Stinhans in Osnabrück geboren. Die wenigen Auskünfte über ihr Leben finden sich im Melderegister der Stadt Osnabrück und in den Aufnahmebüchern der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück. Der Vater und die Kinder gehörten einer "reformierten" Gemeinde an, die Konfession der Mutter ist mit "luth." angegeben.
1908 hielt sich Caroline Cord als Lehrmädchen vom 02.03 bis zum 06.05. an der Uhlandstr. 3 bei der Firma Wischmeyer auf. Vom 07.05. bis zum 10.11.1908 war sie wieder bei den Eltern an der Kokschenstr. 19 gemeldet. Ab dem 10.11.1908 war sie bei der Firma Strodthoff an der Großen Straße 84 gemeldet. Doch bereits am 04.05.1909 zog sie wieder in das elterliche Haus ein. Dort blieb sie die nächsten sieben Jahre bis zu ihrer Einweisung am 11.07.1916 in die Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück. Dem letzten Eintrag ist neben der Adresse Knollstr. 15 (Pflegeanstalt) die Bemerkung "krank" hinzugefügt. Zu der Zeit war sie 24 Jahre alt. Während ihre beiden Brüder Familien gründeten (ein weiterer Bruder starb ein halbes Jahr nach seiner Geburt), blieb Caroline unverheiratet. Am 22.04.1941 wurde sie über die Zwischenstation Eichberg nach Hadamar verschleppt um dort am 09. oder 10.06.1941 ermordet zu werden. Sie wurde 49 Jahre alt.

Recherchiert von Lisa Böhne

Quelle:

[1] http://www.bszw.de [Stand 07.04.2016]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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