Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Edeltraud Wölki wurde am 14. September 1937 geboren. Für ihre Krankheit lautete die Diagnose: „Organische Hirnstörung”.

Das Kind wurde am 9. Oktober 1941 in die „Kinderfachabteilung” Lüneburg aufgenommen und dort am 7. Mai 1943 getötet. Als Todesursache wurde angegeben: „Rippenfell- und Lungenentzündung”. Diese Eintragung war eine Täuschung, da das Kind mit einer Überdosis Luminal ermordet wurde. Dies geht aus Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in den 60er Jahren hervor.

Edeltraud gehörte zu einer Gruppe von 130 Kindern, die aus den Anstalten der Inneren Mission in Rotenburg (Wümme) im Oktober 1941 zur neu eröffneten „Kinderfachabteilung” Lüneburg verlegt worden war.

Quelle:

[1] http://www.pk.lueneburg.de/gedenkstaette/ [Stand 02.09.2015]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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