Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Frida Dippon geb. Frey wurde am 20.11.1896 in Großsachsenheim geboren. Ihr Vater war Korbmacher. Die Familie Frey war groß. Frieda hatte zwei Brüder und vier Schwestern. Von Beruf war sie Näherin.

1918 heiratete sie in Großsachsenheim den Pförtner Ernst Dippon aus Beutelsbach. Beide gehören der neuapostolischen Kirche an. Ernst Dippon arbeitete als Pförtner bei der Firma Siegle hier in Besigheim. 

Ihr Sohn Ernst wird 1920 geboren. Er fällt 1942 im II. Weltkrieg. Sohn Hugo wird 1923 geboren.

Im April 1920 empfing Ernst Dippon das Priesteramt. Er wurde der erste Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde Besigheim. 

Im Januar 1926 Aufnahme von Frida Dippon in die Nervenklinik Tübingen. Am 29.8.1926 mit der Diagnose Hebephrenie nach Hause entlassen.

Im Februar 1927 beantragt Dr. Rieth nach einer Untersuchung eine erneute Aufnahme in eine Anstalt: ".... gefährlich für sich und andere." 

Die Aufnahme in Weinsberg erfolgt am 23.02.1927.

Die Ehe mit Ernst Dippon wird im Juni 1930 geschieden. Im Juli des gleichen Jahres heiratet er Elise Rössle aus Bietigheim. Aus dieser zweiten Ehe enstammt Heinz Dippon.

Mit Frida Dippon wurden am 25.1.1940 weitere 47 Frauen von Weinsberg nach Grafeneck transportiert und dort am gleichen Tag vergast. 

Quelle:

[1] Stolpersteine Besigheim, https://stolpersteineinbesigheim.jimdo.com, [Stand 30.01.2018]

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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