Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Wilhelm Dornburg II., ein Zimmermann, und seine Ehefrau Katharina geb. Sallwey wohnten in der Fahrgasse 10 und hatten zwei Kinder. Ludwig, geboren am 10. April 1912 in Frankfurt, und Franz, geboren am 10.10.1913 in Langen. Wilhelm und Franz engagierten sich in der KPD in Langen.

Ludwig war körperbehindert, arbeitete aber trotzdem als Händler (er unterstützte seinen Vater beim Ausfahren von Waren). Gelegentlich soll er epileptische Anfälle bekommen haben.
1929, als Ludwig 17 Jahre alt war, starb seine Mutter. Der Vater heiratete einige Zeit später Katharina Heid.

Ludwig Dornburg wurde am 8. März 1938 in der Landesheilanstalt Goddelau aufgenommen. Am 26. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Weilmünster (Zwischenanstalt für die Tötungsanstalt Hadamar) verlegt. Von dort gelangte er in einem Transport mit 67 weiteren Patienten am 21. März 1941 nach Hadamar. In der Regel wurden die Patienten eines solchen Transports noch am Tag der Ankunft in die im Keller der Anstalt befindliche Gaskammer geschickt und ermordet. Der 21. März 1941 ist daher als der Todestag von Ludwig Dornburg zu betrachten. Zur Tarnung der Morde versandte die sogenannte „Trostbriefabteilung“ Sterbeurkunden mit falschen Todesursachen, die von einem Sonderstandesamt „Hadamar-Mönchberg“ ausgestellt wurden. Um die sofortige Tötung  zu verschleiern, wurde von dort das falsche Todesdatum 28.03.1941 an die Angehörigen gemeldet.

Quelle

[1] Stolpersteine Langen, stolpersteine-langen.de

 

 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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