Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Das Denkmal wurde 2006 für die Opfer der Krankenmorde der nationalsozialistischen "Aktion T4" errichtet. Es ist "als Transportmittel der Erinnerung" für die Euthanasie-Opfer des Nationalsozialismus gedacht und soll sowohl Opfer als auch Täter und die Tat reflektieren. Es besteht aus zwei Betonbussen. Vorbild sind jene Omnibusse vom Typ Mercedes-Benz O 3750, die von der sogenannten "Gemeinnützigen Krankentransport GmbH" (Gekrat) eingesetzt wurden und mit denen 1940 und 1941 Patienten als "lebensunwertes Leben" in die Vernichtungsanstalt Grafeneck deportiert wurden.

Dem Denkmal ist das Zitat „Wohin bringt Ihr uns?“ eingeschrieben – die überlieferte Frage eines Mannes, der wie Tausend andere Patienten von den Gekrat-Bussen abgeholt wurde.

Das Denkmal der Grauen Busse zielt auf gedankliche Auseinandersetzung, die keinen Schlussstrich zieht. Es soll an die Betrachter konkrete Fragen weitergeben und eine öffentliche Diskussion anregen. Einige Künstler haben sich bereits auf den Diskurs eingelassen und ihre Eindrücke verarbeitet. So existieren begleitend einige Kurzfilme, ein Performance-Text von Michael Helming und weitere Beiträge gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Einer der beiden begehbaren Betonbusse (jeder ist in Originalgröße, besteht aus vier Betonsegmenten und einer Stahlbetonbodenplatte mit einem Gesamtgewicht von 70 Tonnen; Gesamtmaße je Bus: 8,70 m Länge, 2,40 m Breite, 2,50 m Höhe) blockiert seit dem 6. November 2006 dauerhaft die „alte Pforte“ der ehemaligen Heilanstalt Ravensburg-Weißenau

Ein zweiter, identischer Grauer Bus wechselt seine Standorte. Der Transport soll durch Spenden und öffentliche Gelder finanziert werden. Geplant war ursprünglich, dass sich der zweite Bus mit der Zeit entlang der historischen Wegstrecke bis nach Grafeneck bewegt.

Seit dem 28.01.2019 steht der "Gaue Bus" in Emmendingen.

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